Pilgerpass
Der Pilgerweg des Heiligen
Franziskus
 
   
 

DIE PILGERPASS

Was ist ein Pilgerpass? In früheren Zeiten gingen die Pilger auf ihre Pilgerschaften mit einem Brief des Pfarrers oder des Bischofs, der die Absicht des Pilgers diesen bestimmten Pilgerweg zu beenden, bestätigte. Heutzutage wird dieser Brief durch den Pilgerpass ersetzt. Die Pilgerpässe werden was den Jakobsweg, den Frankenweg oder den Weg nach Jerusalem betrifft, von den verschiedenen nationalen Bruderschaften von Santiago oder die Vereine der “Freunde des Pilgerweges“ an jene zukünftigen Pilger verteilt, die sei es über andere Personen, über E-Mail oder Telefon darum bitten. In Italien wird der Pilgerpass für diese genannten Wege von der Bruderschaft von Santiago di Compostela, mit Sitz in Perugia, verteilt. Auf dem Jakobsweg ist der Pilgerpass gleichzusetzen mit der Identität des Pilgers. Mit dem Pilgerpass wird der Pilger in den Herbergen aufgenommen und die lange Reihe der Stempel gewährt ihm die verdiente „Compostelana“, eine Urkunde, die von der Kathedrale von Santiago ausgestellt wird und die die vollbrachte Pilgerschaft bestätigt. Der Pilgerpass ist also nicht ein Dokument, das den Wert einer Identifikation besitzt, wie zum Beispiel der Personalausweis. Und derjenige, der ihn ausstellt, verpflichtet sich nicht und übernimmt auch keine Verantwortung für das Benehmen des Pilgers; wie auch ein Amt, das einen Personalausweis ausstellt, keinerlei Verantwortung in Bezug auf Moral oder das Benehmen dieses Bürgers übernimmt.

 

 

Wie und wo bekommt man den Pilgerpass.
Im bestimmten Fall des Pilgerpasses für den Franziskaner-Weg wird der Pilgerpass von der „Provincia Serafica dei frati Minori dell’Umbria“ ausgestellt und um ihn bekommen zu können, muss man die Nummer 3339985141 anrufen oder ihr schreibt mir ein E-Mail an jacopadue@yahoo.it oder man kann ihn bei der "Foresteria della perfetta letizia" in der

Via Protomartiri francescani, 4b
06081 Santa Maria degli Angeli
Assisi (Pg)

beziehen. In dieser Anfangsphase ist der franziskanische Pilgerpass nicht wirklich notwendig um in bestimmten Herbergen aufgenommen zu werden. Ausnahme ist diejenige in Assisi, die erste wahre Herberge für "die Pilger vom Franziskus", aber es ist eine Spur, ein Zeichen, eine Art an diese Stempel des begangenen Weges heranzukommen, eine schöne Erinnerung, die man stolz für sich behält.

Heute ist es auch eine Möglichkeit, den Pilgerweg in einem Gebiet, das er durchquert, kennen zu lernen, indem man Pfarrkirchen, Klöstern, Gemeinden und lokalen Einrichtungen begegnet…… Und die Personen mit dem großen Rucksack, die sich weigern, Züge und Busse zu benützen, die auch im Regen marschieren und die statt der asphaltierten „bequemen“ Straßen Pfaden den Vorrang geben, sind nicht ein bisschen verrückt oder Anhänger von Unbequemlichkeiten, sondern sind Personen mit einer Absicht, mit einer Idee in ihrem Kopf, mit einem Streben, einer Suche. Der Pilgerpass verlangt einen kleinen Unkostenbeitrag, sei es für den Druck, für das Verschicken und auch um diesen Dienst weiterhin autonom durchführen zu können. Der Pilgerpass unterstützt auch andere Iniziativen, die an diesen Pilgerweg gebunden sind und dass andere Iniziativen wieder geboren werden. Man verlangt einen angemessenen Beitrag, entsprechend den Möglichkeiten des Pilgers. Es ist auch dies eine Art, um sich zu diesem Projekt dazugehörig zu fühlen.

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