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Ein Pilgerweg zu den Orten, an denen Franziskus vorbeikam, sich aufhielt, um dann weiterzuziehen ...
"Pilgern hat nur dann einen Sinn,
wenn man es zu Fuß macht;
es ist dies ein langsames Sich-Nähern,
es bedeutet Zeit:
nicht nur das Erreichen des Zieles.
Pilgern hat mit Einsamkeit zu tun,
es bedeutet „Sich-Verlieren,
um Sich-Wiederzufinden.“
Erri De Luca
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350 km oder vielleicht auch einige Kilometer mehr, von La Verna durch die Wälder der letzten Ausläufer der Toskana, bis zum schönen und weiten Tal von Rieti in Latium, kommt man an den bedeutendsten Orten im Leben des heiligen Franziskus vorbei. Man durchläuft Täler und Berge des wunderschönen Umbriens, dem geografischen Herzen Italiens, dieser alten Nation im Zentrum des Mittelmeeres. |
Der Pilgerweg führt von La Lerna über Sansepolcro und Città di Castello nach Gubbio und weiter nach Assisi; dann über Spello, Terni, Spoleto und Greccio bis nach Rieti, ehe er in Poggio Bustone beim bedeutenden Jakobskloster endet. Eine Jakobskirche als Schlusspunkt passt natürlich besonders gut für alle Jakobspilger, die jetzt auf den Spuren des Franziskus unterwegs sind, Poggio Bustone war aber auch für Franziskus ein geliebter Ort, wichtig für die Suche nach seinem eigenen Weg. Es bestehen Pläne, den Pilgerweg von Poggio Bustone weiterzuführen, über die Abruzzen hinweg bis zum heiligen Monte Sant’Angelo in Apulien. Dieses Bergheiligtum am Gargano, dem „Sporen“ Italiens, ist das wichtigste Heiligtum des Michaelskultes in Italien und Etappenziel vieler Heilig-Land-Pilger, die hier das Schiff bestiegen.
Ein neuer Pilgerweg: 2004 erschien das Buch „Di quì passò Francesco“, das seither mehrere Auflagen erlebte und – wie es in den 1980er Jahren am Jakobweg geschah – eine Pilgerbewegung auslöste. Wer heute auf den Spuren des Franziskus pilgert, ist nicht mehr allein, er ist Teil einer Gemeinschaft – und trotzdem ist er noch Pionier. Die Startschwierigkeiten (ausreichend Quartiere, Markierungen ...) sind noch nicht zur Gänze überwunden, vor allem aber erlebt der Pilger noch Ursprünglichkeit, Spontaneität und – wo er es wünscht – Einsamkeit.
Fotos von Pilgern |
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