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Der Pilgerweg des Heiligen
Franziskus
 
   
 

 

 
Gelbes Tau – TAU

Das gelbe TAU

Ganz nach Handwerks-Art, ausgestattet mit gutem Willen, einem Pinsel und einer Dose mit Lackfarbe in der Hand, ist der Franziskusweg bis jetzt teilweise mit dem gelben TAU auf Bäumen und Felsen und mit Pfeilen am Boden gekennzeichnet worden. Die Wahl der Markierung und deren Farbe ist präzise und wohlüberlegt. Auf dem Jakobsweg ist die Muschel die Markierung, auf dem Franziskusweg konnte das Zeichen nichts anderes sein als „seine“ Unterschrift; das TAU.
Die gelbe Farbe, seit dem Jakobsweg bekannt, wird von den Pilgern auf der ganzen Welt als „die Farbe der Pilgerwege“ gedeutet.

Der Buchstabe TAU

Die zwei Originalsprachen der Bibel, das Hebräische und das Griechische, haben einen gemeinsamen Buchstaben im Alphabet, das Tau. Nach hebräischer Interpretation ist es der letzte Buchstabe im Alphabet und bedeutet die Vollendung des Wortes der Offenbarung. Es ist das Zeichen der Geretteten (Ezechiel, 9-4) und ist auch der Anfangsbuchstabe des Wortes Torah, des hebräischen Gesetzbuches. Die Form des Tau erinnert jedoch an das Kreuz Christi und hier verflechten sich die beiden Symbole. Bevor arabische Zahlen eingeführt wurden, verwendete man Buchstaben und das Tau im griechischen Alphabet entspricht der Zahl 300. In der Bibel findet man diese Zahl in der Geschichte Noahs wieder (das Boot war 300 Ellen lang), auch sehr viele andere Hinweise in der Bibel deuten auf diese Zahl hin. Im Evangelium waren es 300 Dinare um die man das Parfum der Maria Magdalena verkaufen konnte……..

Verschiedene Auslegungen der Apokalypse des Heiligen Johannes (7, 2-3) identifizieren das Tau als sechstes Siegel, das auf der Stirn der Diener Gottes aufgedrückt war. In der Erklärung von Ubertino von Casale und auch vom Heiligen Bernhard von Siena, wäre der Engel des sechsten Siegels Franziskus selbst…… Zu Franziskus Zeiten wurde das Tau als Schutzzeichen gegen die Pest betrachtet und man trug es wie ein Amulett am Körper. Aber für Franziskus, der das Tau als Unterschrift benützte, bedeutete es das Kreuz.

Tommaso da Celano in seiner Abhandlung der Wunder (II -828) berichtet: „Unter allen anderen Buchstaben bevorzugte er den Buchstaben Tau, mit dem er nur schriftliche Mitteilungen unterschrieb und die Wände der Zellen schmückte. Der Bruder Pacifico, dieser Mann Gottes, ermutigt von den Visionen des Himmels, sah leibhaftig ein großes vielfarbiges Tau, das im goldenen Glanz auf der Stirn seines glückseligen Vaters wieder spiegelte“. 1727

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